An die
Mitglieder der CDU Deutschlands
 
Liebe Parteifreundinnen und Parteifreunde,
 
der Krieg gegen die Ukraine dauert jetzt schon mehr als 70 Tage. In dieser Woche habe ich die Reise nach Kiew nachgeholt, zu der mich das ukrainische Parlament schon zu Beginn des Jahres eingeladen hatte, die ich aber zwei Tage vor dem Beginn des Krieges absagen musste. Ergänzend zu dem, was Sie in den Medien über diese Reise schon gelesen und gehört haben, möchte ich Sie als Mitglied der CDU heute noch einmal persönlich über meine Eindrücke informieren, die ich aus den Gesprächen und Begegnungen in Kiew mitgenommen habe.
Niels Starnick / Bild
Mir bleiben vor allem die Bilder aus Irpin in Erinnerung – einer Stadt, in der vor dem Angriff der russischen Armee über 40.000 Menschen friedlich gelebt haben. Sie konnten fast alle die Stadt kurz vor dem Beginn der russischen Offensive verlassen, aber jetzt sind mehr als 90 Prozent der Gebäude beschädigt, die Hälfte ist unbewohnbar und muss abgerissen werden – darunter Kirchen, Krankenhäuser und Kindergärten. Die Fernsehbilder geben uns täglich einen Eindruck der Geschehnisse. Aber es ist noch einmal etwas ganz anderes, das Ergebnis dieser sinnlosen Zerstörung einer ganzen Stadt auch mit eigenen Augen zu sehen und die Überlebenden zu treffen.
 
Umso wichtiger waren die zahlreichen Gespräche, die ich in Kiew führen konnte – mit Staatspräsident Selenskyi, mit dem Parlamentspräsidenten, dem Premierminister, den beiden Oppositionsführern und auch den Brüdern Klitschko. In all diesen Gesprächen habe ich vor allem eines erfahren: tiefe Dankbarkeit für alle Unterstützung, die die Ukraine derzeit erfährt.
Niels Starnick / Bild
Beeindruckend war, wie detailliert alle meine Gesprächspartner über unsere deutschen Diskussionen zu den Hilfen für die Ukraine und insbesondere zu den Waffenlieferungen informiert waren. Und ebenso war allen sehr bewusst, dass es die Union war, die in dieser Frage die Koalitionsparteien im Bundestag zu dieser wichtigen Unterstützung für die Ukraine gedrängt hat.
 
Drei Bitten habe ich neben dem Wunsch nach Waffen und Munition mitgenommen. Erstens der Wunsch nach einem EU-Beitritt. Auch wenn dieser Schritt sicher noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, haben wir ein hohes Interesse daran, die Ukraine eng an die EU zu binden und ihr beim Wiederaufbau des Landes zu helfen. Zweitens der Wunsch, einen möglichen späteren Vertrag mit Russland durch Garantiemächte abzusichern. Dazu gibt es insbesondere die hohe Erwartung an eine Führungsrolle Deutschlands. Drittens die Wiedereröffnung der deutschen Botschaft in Kiew. Inzwischen haben bereits mehr als 30 Staaten ihre Botschaften wieder bezogen. Das Gebäude unserer Botschaft ist intakt und könnte jederzeit wieder genutzt werden. Deutschland sollte nicht wieder zu den Letzten gehören, sondern jetzt zügig die Botschaft wieder beziehen.
Niels Starnick / Bild
Ich habe sowohl im Vorfeld als auch im Nachgang meiner Gespräche in der Ukraine das Gespräch mit dem Bundeskanzler gesucht. Dieser Austausch ist gut und ändert trotzdem nichts daran, dass der Bundeskanzler schon längst ebenfalls in die Ukraine hätte fahren müssen. Nach der Einladung des Bundespräsidenten durch Präsident Selenskyi ist dieser Weg jetzt frei.
 
Wir bleiben an der Seite der Ukraine und des ukrainischen Volkes. Sie verteidigen nicht nur ihr Land; sie verteidigen auch unsere Freiheit, an die wir uns so sehr gewöhnt haben. Seit dem 24. Februar 2022 müssen wir dafür wieder etwas mehr tun. Auch das wollte ich mit meiner Reise nach Kiew zum Ausdruck bringen.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Friedrich Merz MdB
Vorsitzender der CDU Deutschlands

________________________

 

Gründer- und Unternehmerwoche mit hohem Zuspruch gestartet

 

Für Oliver Naumann, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, ist die noch bis Freitag laufende Gründer- und Unternehmerwoche „nötig, richtig und wichtig“. Zum zweiten Mal hat das „Forum Existenzgründung Main Kinzig“ über 30 Fachveranstaltungen in nur einer Woche quer durch den Kreis auf die Beine gestellt – mit dem klaren Ziel, Gründern und Unternehmern bei ihren Vorhaben bestmöglich zu helfen. Das einzigartige Format für alle unternehmerisch denkenden Menschen im Landkreis und in Hanau bietet praxisgerechte Tipps und Anregungen rund um für eine erfolgreiche Unternehmensführung.

 

Anlässlich der offiziellen Eröffnung unterstrich IHK-Präsident Naumann, dass „Unternehmertum etwas Wunderbares ist. Mit Ideenreichtum und Tatendrang Neues schaffen, Menschen Beschäftigung bieten, Verantwortung übernehmen. Das ist sinnstiftend. Unternehmertum heißt aber auch: Früher aufstehen, eventuell auch länger arbeiten und vor allem schneller sein als andere. Gebraucht werden Menschen, die genau das wollen.“ Jeder Mensch müsse für sich selbst entscheiden, ob er eine Bremse, ein Beifahrer oder ein Motor sein wolle.

 

Naumann blickte in seiner kurzen Ansprache auch auf die anstehenden Herausforderungen rund um den demografischen Wandel: Es fehlen schon jetzt nicht nur einige tausend Fach- und Führungskräfte im Main-Kinzig-Kreis, sondern auch rund 800 Unternehmerinnen und Unternehmer. Vor diesem Hintergrund lobte er die neun Gründerzentren, die es mittlerweile über den gesamten Landkreis verstreut gibt. „Da diese Einrichtungen mit Erfolg privatwirtschaftlich betrieben werden, erscheint es nicht nötig, dass die öffentliche Hand ebenfalls solche Zentren gründen möchte“, betonte der IHK-Präsident. Damit der Landkreis und Hanau als Oberzentrum auch in Zukunft ein dynamisches und innovatives Umfeld bieten, sei die politische Unterstützung bei den Themen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und sichere Energieversorgung „unverzichtbar“, unterstrich Naumann.

 

Diesen Ball griffen Winfried Ottmann, Kreisbeigeordneter Main-Kinzig-Kreis, und Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky bei der Eröffnung dankbar auf. Beide betonten, wie wichtig Gründerzentren in privater Trägerschaft sind. Nicht zuletzt mit dem neuen, riesigen „PioneerMakers Campus“ in Hanau und den anderen Co-Working-Spaces werde sich die Wirtschaftswelt ändern. Neue Geschäftsideen und Unternehmen könnten in diesen Einrichtungen in optimaler Umgebung getestet werden. Ebenso vor dem Hintergrund der stark wachsenden Rechenzentren im Westen des Landkreises und in Hanau dürften sich erhebliche Synergieeffekte ergeben – bis hin zu neuen Aufgaben für die Berufsschulen. Auch die bevorstehende, flächendeckende Verlegung der Breitbandanschlüsse in alle Gewerbegebiete, Schulen und Privathäuser werde zusätzliche Impulse für das Gründergeschehen bewirken, betonte Ottmann.

 

Neben digital-basierten Gründungen bleiben auch die klassischen Unternehmen im Fokus: So will die Stadt Hanau mit ihren Maßnahmen zur Innenstadtbelebung das bevorstehende „Schicksalsjahrzehnt“ aller Zentren im Lande proaktiv begleiten, so Hanaus OB. Es gehe darum, mit gezielten Anreizen die „Zukunftsfähigkeit der Innenstädte zu bewahren und zu stärken“. Mit dem städtischen Programm „Hanau aufLADEN“ bündele das Oberzentrum bereits jetzt alle Dienstleistungen, die als Starthilfe benötigt würden.

 

Für Michal Roth, Regionaldirektor und Leiter Regionalmarkt Hanau der Frankfurter Volksbank eG, gehört die Beratung von Firmengründern und -übergebern längst „zur DNA“ seines Geldhauses. „Wir beherrschen das Thema und freuen uns, dass wir zur Auftaktveranstaltung gemeinsam mit unseren Partnern einladen konnten.“ Die Gründer- und Unternehmerwoche ist am Montag mit einem ersten Glanzlicht gestartet: Über 50 Firmenchefs und ihre möglichen Nachfolger haben die Auftakt-Diskussion mit Impulsvorträgen verfolgt. Das Thema: „Unternehmensnachfolge erfolgreich gestalten“.

 

Für die Bürgschaftsbank Hessen kündigte deren Geschäftsführer Sven Volkert anlässlich der Eröffnung der „2. Gründer- und Unternehmerwoche“ an, dass schon bald über neue Sonderprogramme zusätzliche Sicherheiten für Unternehmen und Firmengründer bereitstehen werden. Volkert weiß, dass viele Firmenkunden nach der Pandemie wirtschaftlich geschwächt sind. Der Krieg in der Ukraine und seine Begleitfolgen, etwa auf die Rohstoff- und Energiepreise, dürfte diese geschwächten Unternehmen zusätzlich schwächen. Mit neuen Programmen könne sein Haus schon sehr bald gemeinsam mit den Banken und Sparkassen vielfach helfend eingreifen. Zu den Details wollte sich Volkert noch nicht äußern: „Wir warten auf die Unterschrift des Ministers.“

 

www.hanau.ihk.de/gruenderwoche2022

 

 

Zum Hintergrund

Seit über 20 Jahren hilft das „Forum Existenzgründung Main Kinzig“ der Zielgruppe Start-up-Unternehmen. Der Kreis ist mittlerweile angewachsen auf die Partner Agentur für Arbeit Hanau, Die Wirtschaftspaten e.V., Hanau Wirtschaftsförderung GmbH, Kommunales Center für Arbeit, Kreishandwerkerschaft Hanau, Main-Kinzig-Kreis, Amt für Wirtschaft, Arbeit, digitale Infrastruktur, Wirtschaftsförderung der Stadt Maintal, Wirtschaftsförderung der Stadt Nidderau, Wirtschaftsjunioren bei der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern und natürlich die IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern.

 

Anfangs führte das Forum kostenfreie Gründermessen mit Ständen und Fachvorträgen ausschließlich für Gründerinnen und Gründer durch. Im Laufe der vergangenen zwei Jahrzehnte wurde das Konzept stets angepasst. Die „Gründermesse“ wandelte sich vor gut zehn Jahren in die „Gründer- & Unternehmermesse“. Die Partner im Forum hatten erkannt, dass viele Fragen (und Antworten) nicht nur für Start-ups wichtig sind, sondern auch für expansionswillige Firmen mit hohem Informationsbedarf rund um ihre Investitionen. Das gilt nicht nur für das Schreiben von Businessplänen, für die Bankengespräche oder die Recherche nach öffentlichen Fördergeldern. Dieses Know-how vor Ort im Main-Kinzig-Kreis zu bündeln, damit alle Unternehmerinnen und Unternehmer in spe oder mit Erweiterungswillen sich kompetent informieren können – dieses Ziel war und ist die Anstrengungen wert.

 

Vor zwei Jahren wurde das Format „Messe“ erneut modernisiert – in eine „Gründer- & Unternehmerwoche“, die mit über 30 Fachvorträgen an über zehn Orten in Hanau und im Main-Kinzig-Kreis läuft. Das Format Messe hatte sich überlebt, aber die Zielgruppe und ihre Bedürfnisse bleiben gleich: Gründer und Unternehmer.

 

Die „2. Gründer- & Unternehmerwoche“ endet am kommenden Freitag.

 

 

Vorschlag Bildunterschrift: Eröffneten gemeinsam die „2. Gründer- & Unternehmerwoche“ (v. l.): Sven Volkert, Geschäftsführer Bürgschaftsbank Hessen GmbH, Oliver Naumann, Präsident IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, Claus Kaminsky, Oberbürgermeister Stadt Hanau, Winfried Ottmann, Kreisbeigeordneter Main-Kinzig-Kreis, und Michael Roth, Leiter Regionalmarkt Hanau bei der Frankfurter Volksbank eG.

 

Nachweis: IHK

 

________________________

 

 

Pressemitteilung der Industrie- und Handelskammer vom 12. April 2022

 

Neues zur digitalen Finanzbuchführung und E-Rechnung

 

Ein kostenfreier Fachvortrag im Rahmen der Gründer- und Unternehmerwoche im Main-Kinzig-Kreis will jungen Unternehmerinnen und Unternehmern und allen, die ihr Unternehmen erst noch gründen wollen, dabei helfen, ihre kaufmännischen Hausaufgaben besser zu bewältigen. Zu jeder Zeit, nicht nur in Krisenzeiten, benötigen Unternehmen tagesaktuelle und aussagekräftige Auswertungen zu ihrer Finanzlage. Um dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben, sollte es keine Unternehmenssteuerung nach Kontostand und Bauchgefühl geben.

 

Die Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) gibt schnell Auskunft über die wirtschaftliche Lage und die Leistungsfähigkeit eines Betriebs. Sie ist eine wertvolle Hilfe für den Steuerberater und zugleich für den Unternehmer oder Geschäftsführer. Werden die vorliegenden Daten richtig interpretiert und die Zusammenhänge erkannt, lassen sich Liquiditätsprobleme rechtzeitig beheben.

 

Der Vortrag im Gebäude der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern erklärt am 4. Mai, ab 15:30 Uhr, wie die Digitalisierung eine BWA-Auswertung erleichtern und beschleunigen kann. Wird zum Beispiel der Belegfluss durch das Einscannen von Papierdokumenten und den Austausch elektronischer Dokumente schneller, stehen die Daten für betriebliche Entscheidungen früher bereit. Die Prozessbeschleunigung verändert zugleich die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater.

 

 

Der Vortrag läuft im Rahmen der Gründer- & Unternehmerwoche im Main-Kinzig-Kreis. An verschiedenen Orten werden vom 2. bis zum 6. Mai über 30 Vorträge, Seminare, Sprechtage und Workshops für junge und künftige Chefs angeboten. Das gesamte Programm der Gründer und Unternehmerwoche im Main-Kinzig-Kreis steht im Internet unter     www.hanau.ihk.de/gruenderwoche2022 

 

______________________