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Fuldaer Zeitung online 7. März 2017 -

 

Suedlink: Erdkabeltrasse wohl nicht durch Osthessen

Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet wird die Trasse über Thüringen als Vorzugstrasse bei der Bundesnetzagentur beantragen. Das berichtet der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Brand.

 

Tennet hat heute Vormittag die Bundestagsabgeordneten über seine Pläne informiert. Demnach ist nicht mehr - wie bislang - die Trasse durch die hessische Rhön die Vorzugstrasse, die mit Priorität geplant wird. Tennet erklärte, die Raumwiderstände der Ost-Variante seien geringer als durch Osthessen. TenneT reicht seinen Antrag mit der Vorzugsvariante durch Thüringen am 17. März ein bei der Bundesnetzagentur ein. Im Sommer sind Antragskonferenzen geplant. Endgültig legt sich Tennet aber erst Ende des Jahres fest.

 

„Unsere Argumente haben sich durchgesetzt, der viele Einsatz hat sich gelohnt“, sagte Brand. „Als ich im Oktober 2016 erstmals zum „Runden Tisch“ alle Bürgermeister und Landräte ins Landratsamt Fulda eingeladen hatte mit den Spitzen von Bundesnetzagentur und Tennet, wurden unsere Einwände von dem Unternehmen rundweg zurückgewiesen. Heute haben wir uns durchgesetzt!“ Ein Erfolg sei es auch, dass überall Erdkabel verlegt werden.

In der Region wurde auch über eine andere Starkstromtrasse gesprochen, nämlich die 380-KV-Leitung von Mecklar nach Grafenrheinfeld: „Bei dieser Leitung erwaret Tennet die Entscheidung der Bundesnetzagentur bis Ende des Jahres“, sagte Brand. / vn

 

Folgend lesen Sie eine Pressemitteilung der SPD-Bundestagsabgeordneten Birgit Kömpel im Wortlaut:

Tennet will die Gleichstromtrasse Suedlink von Wilster nach Grafenrheinfeld vorzugsweise durch Thüringen führen. Dies berichtet die SPD-Bundestagsabgeordnete Birgit Kömpel (Wahlkreis Fulda/Vogelsberg). Tennet wird nun den Antrag zur Eröffnung der Bundesfachplanung stellen. In der Vorzugsvariante wäre ganz Hessen nicht vom Bau der Trasse, deren Kabel unter der Erde verlegt werden sollen, betroffen. In den ursprünglichen Planungen waren weite Teile des Landkreises Fulda betroffen. Lediglich eine Alternativtrasse führt noch durch den Kreis Fulda. 

 

„Das ist eine tolle Nachricht für unsere Region, die natürlich auch deutlich dichter besiedelt ist als die Ortschaften in Thüringen. Gleichwohl müssen wir wachsam bleiben, weil ja zumindest die Alternativtrasse den Kreis Fulda betrifft“, sagt Birgit Kömpel, die sich sehr darüber freut, dass ihre kontinuierliche Arbeit in Berlin und im Wahlkreis von Erfolg gekrönt war. „Jetzt müssen wir natürlich aufmerksam schauen, was aus der 380-KV-Wechselstromtrasse wird, die unsere Region betreffen könnte“, sagt Kömpel.

 

Das Unternehmen Tennet hat auf seiner Internetplattform über 7000 Hinweise von Kommunen und Bürger/innen bekommen. 95 Prozent davon wurden in den Planungen berücksichtigt. Birgit Kömpel: „ Herzlichen Dank an alle, die ihre Hausaufgaben gemacht haben. Es hat sich gelohnt.“

 

Folgend lesen Sie eine Pressemitteilung des Wahlkreisabgeordneten von Fulda und Vogelsbergkreis im Wortlaut:

„Ich bin froh und erleichtert, dass sich die fachlichen Argumente durchgesetzt haben - der viele Einsatz hat sich gelohnt“, so der Fuldaer Wahlkreisabgeordnete Michael Brand, der vor Ort, in Berlin und bei der Bundesnetzagentur in Bonn immer wieder für diese fachlich beste Variante gestritten hat.

„Als ich im Oktober 2016 erstmals zu einem „Runden Tisch“ alle Bürgermeister und Landräte aus Fulda, der Rhön und dem Vogelsberg ins Landratsamt Fulda eingeladen hatte, und zwar mit den Spitzen von Bundesnetzagentur und TenneT, wurden unsere Einwände von dem Unternehmen rundweg zurückgewiesen - heute haben wir uns durchgesetzt!“, freut sich der Abgeordnete. „Das ist ein hart erarbeiteter Erfolg. Neben der neuen Trassenvariante haben wir uns ebenfalls entgegen der ursprünglichen Planung auch hier durchgesetzt: 100% Erdkabel.“

 

„Die Raumwiderstände bei der Ost-Variante sind geringer als durch Osthessen, das war neben der Überbündelung von Infrastruktur von Beginn an unser schwergewichtiges Argument“, so Brand. TenneT hat heute angekündigt, dass das Unternehmen am 17. März den Ost-Korridor über Thüringen bei der Bundesnetzagentur einreichen wird. Im Sommer beginnen dann die Antragskonferenzen.

 

„Wir werden in Hessen weiter wachsam bleiben müssen, da nicht auszuschließen ist, dass die jetzt betroffenen Bundesländer Thüringen und Bayern politischen Druck machen werden. Entscheidend darf ausschließlich die fachliche Prüfung sein“, fordert Brand. „TenneT hat auf Kritik reagiert und in dieser Phase gute Arbeit geleistet. Ich vertraue jetzt auf die gute Arbeit der Bundesnetzagentur.“

 

Auf Nachfrage Brands hat heute TenneT-Chef Lex Hartman bezüglich eines anderen Projekts, nämlich der 380-KV-Leitung Mecklar-Grafenrheinfeld, betont, dass er eine Entscheidung der Bundesnetzagentur bis Ende 2017

 

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Bürgermeister Carsten Ullrich hat am 6. Dez. 2016 bei folgende Mitteilung veröffentlicht 

„Sehr hohe Raumwiderstände“ sprechen gegen SuedLink

Der Main-Kinzig-Kreis und die Gemeinde Sinntal haben ihre fachlichen Stellungnahmen zur geplanten Stromtrasse SuedLink im vorläufigen Verfahren eingereicht. In einer informellen Beteiligungsphase waren die betroffenen Landkreise und Kommunen aufgerufen, mögliche Raumwiderstände anzugeben, die gegen eine Verlegung des Erdkabels von der Nordsee nach Süddeutschland durch ihre Gemarkung sprechen.

Eine Trassenvariante verläuft über Sinntal, von Ziegelhütte kommend in einer geschwungenen Linie und an Schwarzenfels vorbei zur Kreisgrenze. Schon in einer ersten Reaktion hatten Sinntal und Kreis den Planern größere geografische und naturschutzrechtliche Hindernisse aufgezählt, die einer solchen Kabellinie im Wege stünden. Auf einer Informationsveranstaltung in Sterbfritz wiesen sie im Oktober anhand von Plänen explizit auf besonders schützenswerte und sensible Landschaftsteile hin. Diese Punkte vertieften und ergänzten die beiden Verwaltungen nun jeweils.

„Der Streckenkorridor über den Main-Kinzig-Kreis ist nicht nur schmal, sondern im Querschnitt auch kaum zu durchstoßen, ohne seltene Tier- und Pflanzenarten empfindlich zu beeinträchtigen“, urteilt Erste Kreisbeigeordnete Simmler nach Abschluss der fachlichen Begutachtung durch den Main-Kinzig-Kreis. Bürgermeister Carsten Ullrich bekräftigt: „Unsere Stellungnahmen gehen über die Einwände hinaus, die wir schon bei unserer Infoveranstaltung vorgetragen hatten. Würde das Erdkabel in Sinntal verlegt, wäre unsere Gemeinde in einem nicht unerheblichen Maß belastet und müsste sich gerade auch städtebaulich stark einschränken.“

Der Main-Kinzig-Kreis stützte sich in seiner Einwendung auf die Expertise des Fachbüros Oecos. Dieses verweist in seiner Stellungnahme auf mehrere Bereiche, in denen einer Trassierung hohe natur- und artenschutzrechtliche Bedenken entgegenstehen. Diese Gebiete fallen teils in die „Raumwiderstandsklasse I“, insbesondere „FFH-Gebiete“. Nach Definition der Arbeitsgemeinschaft SuedLink, die die Suche nach einer geeigneten Klasse fachlich begleitet, stellt diese Klasse „einen Sachverhalt mit sehr hohem Raumwiderstand dar, der im Falle vorhabenbedingter Beeinträchtigungen erhebliche Umweltauswirkungen erwarten lässt und aufgrund der besonderen Schwere der Beeinträchtigungen im Verfahren in besonderem Maße entscheidungsrelevant sein kann“.

Hohe Raumwiderstände finden sich im gesamten Suchraum in Sinntal, vom Biberlebensraum im Bereich von Jossa und Sinn und den Bergwiesen bei Ziegelhütte über den Magerrasen bei Weichersbach bis hin zu zwei Waldgürteln im Bereich Güntershof/Grieshof. Auch die Gemeinde Sinntal listet Raumwiderstände auf, gleich 36 an der Zahl. Unter anderem hebt die Verwaltung auf Wasserschutzbereiche, FFH-Gebiete und seltene Tierarten auf Sinntaler Gemarkung ab.

Wer Einwendungen machen will, kann dies auch weiterhin über die Adresse suedlink@mkk.de tun. Damit will es der Main-Kinzig-Kreis den Menschen aus Sinntal und Umgebung so leicht wie möglich machen, sich am Planungsprozess zu beteiligen. Daher genügt eine einfache Mail an den Main-Kinzig-Kreis, der die Hinweise umgehend an die Fach- und Planungsbüros weiterleitet. Ansonsten können Bürgerinnen und Bürger auch ein Schreiben an TenneT aufsetzen oder ein Kontaktformular auf der Internetseite der TenneT nutzen unter suedlink.tennet.eu.

Kinzigtal-Nachrichten 29. Nov. 2016

Kinzigtal-Nachrichten 1. Okt. 2016 

 

 

 

Kinzigtal-Nachrichten 30. Sept. 2016